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Dipl.Psych.
Astrid Werner

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Informationen zur Rasterbrille

Bildschirmarbeit, künstliches Licht, Fernsehen, Computerarbeit u.v.m. - unser hochvisueller Alltag bringt nicht nur Vorteile. Die beständige, unnatürliche Belastung der Sehkraft wird mit einer auffallend steigenden Zunahme von Sehproblemen und Brillenträgern, insbesondere bei jüngeren Personen belegt.

Die Frage nach einer natürlichen Augenentspannung wird so für viele Menschen immer dringender, zumal die herkömmliche Linsenbrille bekannterweise nur ein Linderungsmittel darstellt, aber in den meisten Fällen die Ursache der Sehschwäche nicht behebt.

Kleine Blende - große Schärfe: ein uraltes Prinzip der Eskimos

Tatsächlich ist das Prinzip der Rasterbrille nicht neu. Die Eskimos wussten seit jeher, dass sie durch das Tragen von "Schlitzbrillen" in ihrer kontrastarmen Umgebung besser sehen konnten.
Kinder finden meist sehr bald heraus, dass sie durch ein kleines Loch, das sie mit Daumen und Zeigefingern bilden, schärfer sehen können. Und die Fotographen wissen ebenfalls, dass sie durch die Wahl einer kleineren Blende die Bildschärfe vergrößern können.

Wie wirkt die Rasterbrille?

Die Rasterbrille mit ihren ca. 140 Löchern pro Auge sorgt für schärferes Sehen und trainiert automatisch die Augen. Die "Gläser" sind natürlich nicht geschliffen, sondern bestehen aus starkem schwarzem Plastik, in das in bestimmten Abständen Löcher bestimmter Größe gestanzt sind.
Dieses optische Feinlochnetz nun regt die Augen zu ständigen, kleinen Bewegungen an, da die Bilder unscharf und doppelt werden, wenn man in der Sehgewohnheit des Starrens verbleibt - eine typische falsche Sehgewohnheit, die Fehlsichtigen zueigen ist. Durch diese Bewegungen wird die Durchblutung der Augenmuskeln und des ganzen Augenbereiches gefördert, so dass es zu einer Erhöhung der Gesamtvitalität des Auges kommt - die Voraussetzung für die Verbesserung des Sehvermögens.

Für wen ist die Rasterbrille geeignet?

Die Rasterbrille ist sowohl bei Fehlsichtigkeit als auch bei Augenbeschwerden zu empfehlen. Sie bringt bei Kurz- und bei Weitsichtigen eine erhebliche Sehverbesserung (ca. 3-4 Dioptrien).
Lichtempfindlichkeit, rote, trockene und tränende Augen können günstig beeinflusst werden. Des weiteren eignet sich die Rasterbrille zur Vorbeugung von Netzhauterkrankungen aufgrund von Durchblutungsstörungen. Sie kann auch einfach zur allgemeinen Entspannung und Lockerung der Augen eingesetzt werden.

Bei welchen Gelegenheiten kann man die Rasterbrille tragen?

Beim spazieren gehen, bei Gartenarbeiten und bei der Hausarbeit; beim Lesen und bei Naharbeiten; als Sonnenbrille; im Kino beim fernsehen und bei der Arbeit am Computer

Wie lange?

Grundsätzlich können Sie die Rasterbrille so oft und so lange tragen, wie Sie wollen. Das Wohlbefinden und die Entspannung Ihrer Augen sollten der Maßstab für die Tragezeit sein. 15 bis 30 Minuten täglich haben sich in der Praxis als sinnvoll erwiesen. Wie bei jedem Training, das man das erste mal macht, kann das Tragen der Rasterbrille anfangs zu einem leichten Muskelkater führen. Nehmen Sie in diesem Fall die Brille ab und steigern Sie täglich die Intervalle und die Tragezeit.

Wann nicht?

Lassen Sie sich zum Eingewöhnen Zeit, und tragen Sie die Rasterbrille vorerst nur in vertrauter Umgebung. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie die Rasterbrille wegen des eingeschränkten Sichtfeldes im Straßenverkehr und bei gefährlichen Tätigkeiten nicht benutzen. Die Anwendung ist auch dann eingeschränkt, wenn nicht genügend Licht vorhanden ist (dunkle Räume, Dämmerung).

Weitere Hinweise zum Gebrauch.

Mit dem Rastereffekt können anfangs evtl. optische Irritationen auftreten. Wenn dies der Fall ist, umwandern Sie das fixierte Objekt, blinzeln Sie so lange, bis sich Ihr Gehirn nicht weiter um das schwarze Raster kümmert. Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Pinsel vor Ihrer Nase, mit dem Sie das Objekt ummalen.
Sehr günstig ist es, die Rasterbrille zusammen mit einem Sehtraining zu verwenden, also zusätzlich zu dem automatischen Training, das durch die Rasterbrille erfolgt, ein aktives Sehtraining zu erlernen und durchzuführen. V.a. die Entspannungstechniken für die Augen unterstützen den positiven Effekt der Rasterbrille.

Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit als Sehlehrerin weiß ich , wie angenehm die Wirkung der Rasterbrille empfunden wird und wie begeistert die Anwender sind, "nur" durch kleine Löcher wieder scharf zu sehen. Dies ist ein Effekt von nicht zu unterschätzender psychologischer Bedeutung: ohne geschliffene Gläser wieder scharf zu sehen, erhöht das Vertrauen in die eigene natürliche Sehkraft und macht von normalen Brillen unabhängiger.

Die Brille wird ohne Etui geliefert, da dieses den Preis unnötig erhöhen würde, hat doch jeder zu Hause noch ein altes Etui übrig.

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